Jan
26
2012
Das neue Jahr begann bei mir mit einer richtigen Strickflaute. Aber nun habe ich die ersten beiden Strickstücke gefertigt. Passend zum Wetter gibt es Fingerhandschuhe und eine weiche und bunte Laune-Mütze.
Die Fingerhandschuhe habe ich übrigens komplett in der magischen Rundstricknadel-Technik gestrickt. Mir wurde dabei weder schwindelig noch ist mir ein Werkzeug zu Bruch gegangen. 

Gestrickt sind die Fingerhandschuhe aus den Wollresten vom Blauen Gansey. Ein robustes Tweedgarn, woraus ich auch einmal Socken gestrickt hatte. Bis auf das mit schmalen Zöpfen verzierte Bündchen habe ich die Fingerhandschuhe schlicht glatt rechts gestrickt.
Und nun zum Laune-Projekt: Die Mütze habe ich aus meinem selbstgesponnenen Garn gemacht. Mit Bloom sisters zu arbeiten, hat unheimlich viel Spaß gemacht. Klar, mein erstes Garn ist ziemlich unregelmäßig und sehr dick geworden. Mit 7er Nadeln habe ich das weiche Material verstrickt und mich strickend an den leuchtenden Farben erfreut.

Für die Mütze habe ich als erstes über 10 Maschen in Reihen ein Band gestrickt. Das zur Runde geschlossene und das längs gefaltete Band ergibt den unteren Bund der Mütze. Es ist eigentlich die gleiche Konstruktion wie bei meiner Sommer-Aran-Mütze. Nur eben ohne Musterung. Die Farben und die Struktur des Garns sind ja schon Schmuck genug!
Tags: für Hände, Magic loop, Mütze, Zauberschlinge, Zopfmuster
Jan
18
2012
In den letzten Wochen hat mich immer mal wieder eine kleine, aber ziemlich kniffelige Näharbeit beschäftigt. Eine kleine Kosmetiktasche wollte ich machen. Ich hatte einen blaugestreiften Stoff in meiner Restekiste entdeckt, der so richtig schön nach Urlaub aussieht. Sommerfrische am Meer!

Für dieses Täschchen habe ich den gestreiften Stoff mit dünnem Volumenvlies (H 630) verstärkt. Der Futterstoff ist ein Reststück von einem ausrangierten, weißen Laken. Als echte Geduldsprobe stellte sich das Einsetzten des Reißverschlusses heraus. Denn die Taschenöffnung ist nicht gerade, sondern konvex, also nach oben gewölbt.
Eigentlich sollte es ein Täschchen mit Boden werden. Aber ich hatte die unteren Ecken falsch abgenäht. Als ich dies bemerkte, war es für eine Korrektur zu spät. Die Nahtzugaben hatte ich bereits zurückgeschnitten und aufwendig mit Schrägstreifen versäubert.
Ein Weilchen hatte ich gehadert, aber nun … ach was soll’s. Nimm es wie es kommt!

Vorne ist die Tasche mit weißem Spitzenband verziert.

Ohne Boden, kein Volumen. Die circa 25 cm breite Kosmetiktasche steckt dennoch eine Menge weg.
Tags: Reißverschluss, Tasche, Vlieseinlagen
Jan
16
2012
Speziell vorbereitete Wollfasern erleichtern das Erlernen des Handspinnens am Spinnrad. Ganz klar, kardierte Wolle lässt sich einfacher verspinnen als die rohen Wolllocken vom geschorenen Schaf. Denn die gekämmten Fasern liegen parallel. Dennoch gelingt es dem Anfänger niemals, sogleich einen gleichmäßig dicken Faden zu produzieren.

Kardenband macht es Anfängern im Spinnen leicht. Der Spinnfaden gelingt recht gleichmäßig und das ohne zu reißen.
Um newbies zu ermutigen, gibt es sogenanntes Kardenband. Es ist ungefähr fingerdick und sieht ein bisschen wie lockeres Strickgarn aus. Jedenfalls könnte ich mir durchaus vorstellen, gleich mit einem Kardenband zu stricken. Für ein Strickfilz-Projekt wäre es sicher gut geeignet, denke ich.
Aber ich will ja spinnen!
Einfach das Kardenband so wie es ist zu verspinnen, schien mir zu simpel. Auch würde es ein ziemlich dickes Garn ergeben. Selber wusste ich nicht so recht, was zu tun sei, aber meine Hände schon!

Stücken für Stücken haben meine Finger die Fasern des Kardenbandes gelockert. Meditativ, diese Arbeit!
Als erstes habe ich die Fasern des Kardenbandes gelockert, vorsichtig mit den Fingern auseinander gezupft. Und in einem zweites Gang habe ich dann das gelockerte Band der Länge nach zweigeteilt.
Das gelockerte und geteilte Kardenband ist ein prima Spinnmaterial. Der gesponnene Faden ist verhältnismäßig dünn und auch gleichmäßig dick.

Tags: Kardenband, Wollfaser
Jan
11
2012
Wie versprochen habe ich Fotos von meiner ersten Garn-Kreation gemacht. Voilà , hier kommt Bloom sisters:

Vier Knäuel habe ich gewickelt. Als Wickeldorn habe ich eine simple Pappröhre benutzt. Tipp: So eine Pappröhre bleibt übrig, wenn zum Beispiel Frischhaltefolie in der Küche aufgebraucht ist.
Und nun noch Fotos von jedem Knäuel. Insgesamt sind es circa 100 Gramm Wollgarn. Mal sehen, was ich Schönes daraus stricke. Eine erste Idee habe ich schon, verrate ich aber heute noch nicht.




Jan
10
2012
Mein erstes selbstgesponnes Garn braucht natürlich auch eine echte Banderole. So sieht der Entwurf aus:

Morgen zeige ich mein fabulöses Garn.
Herzlichen Dank nochmal an meine hanseatische Freundin! 